Im Hebst 2011 wurde an der Stelle des bisherigen Beobachtungsturms direkt am See ein neuer Turm erstellt – ein kleines architektonisches Wunderwerk mit vier Beobachtungskanzeln.

Entstehungsgeschichte 

2002 liess der Kanton Uri im Reussdelta, direkt am See, eine Aussichtsplattform erstellen. Freizeitgäste, aber auch Ornithologen, also Vogelkundler, schätzten die erhöhte Aussicht auf das Delta. Doch die Witterung setzte dem ersten Turm arg zu, er wurde baufällig und musste 2008 abgerissen werden. Im Herbst 2011 wurde an der gleichen Stelle ein neuer, vom Bündner Architekten Gion Caminada entworfener Turm errichtet, der nicht nur eine schöne Aussicht bietet, sondern auch selbst ein hübscher Anblick ist. In einem Kreis stehen 48 Weisstannenstämme aufrecht auf einer mit Kies abgedeckten Betonplatte und bilden einen Zylinder, ergänzt durch ein leichtes Dach, das die Aussichtsplattform und die Wendeltreppe mit ihrer Brüstung aus Weidegeflächt trägt.

 

 
Merkmale 

Ein spezielles Merkmal sind die vier Himmelsrichtungen, aus denen man oben aus dem Turm quasi aus ihm heraustreten kann, auf vier einzelne Kanzeln. Dort, aus fast sieben Meter Höhe, geniesst der Besucher einen einzigartigen Ausblich auf den See und die Berge und fühlt sich in den geflochtenen Körben, ganz der gehobenen Perspektive getreu, wie ein Vogel im Nest. Gesamthaft ist der Turm gut elf Meter hoch. Einheimische Handwerker und Zimmermannslehrlinge haben ihn innerhalb von zwei Monaten gebaut. Ihnen ist ein Werk gelungen, das seinen Zweck ebenso erfüllt wie den Anspruch, sich harmonisch in seine natürliche Umgebung einzubetten.