Die Bemühungen des Naturschutzes im Reussdelta sind nur dann sinnvoll, wenn sie tatsächlich die gewünschten Ergebnisse erbringen. Aus diesem Grund findet laufend eine Erfolgskontrolle über die Umsetzung und Wirkung statt. So können die knappen Mittel optimal eingesetzt und gegebenenfalls Korrekturen vorgenommen werden.

Botanisches Monitoring 

Im Reussdelta wird den Pflanzen sprichwörtlich beim Wachsen zugesehen. Seit fast dreissig Jahren studieren Botaniker die Entwicklung der einzelnen Bestände und erstellen Artenlisten über das gesamte Schutzgebiet.

So konnten sie bis heute mehr als 500 verschiedene Pflanzen nachweisen und zugleich auch die Wirksamkeit der Pflegemassnahmen auf die Pflanzenbestände sowie die Regulation der Neophyten – wie beispielsweise den Schnitt der Goldrute - überprüfen.

 
Brutvögel 

Vögel zeigen Landschaftsveränderungen sehr direkt auf, da sie rasch auf Wechsel in der Umwelt reagieren – positiv wie negativ. Daher nimmt die Schweizerische Vogelwarte Sempach seit 1991 alljährlich den Brutvogelbestand im Schutzgebiet des Reussdeltas auf.

 
Amphibien Monitoring 

Das Urner Reussdelta ist ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung. Bedauerlicherweise zeigen die Kontrollen eine deutliche Abnahme der Amphibienbestände – 2008 konnten mit dem Wasserfrosch, dem Grasfrosch, dem Bergmolch und dem Fadenmolch noch vier von ehemals acht Arten nachgewiesen werden.

Dank den regelmässigen Untersuchungen ist es aber möglich, konkrete Fördermassnahmen umzusetzen, wie etwa die Neuschaffung von Laichtümpeln für die Gelbbauchunke oder den Fadenmolch